Das Rätsel, welches Hieron, der Beherrscher des alten Syrakus, dem berühmten Mathematiker Archimedes aufgab, ist in bezug auf das Abwiegen zweifellos das älteste. ...
Die Überlieferung besagt, dass Hieron einen Meister beauftragte, eine Krone für eine Statue anzufertigen, und befahl, diesem die erforderliche Menge Gold und Silber auszuhändigen. Als die Krone abgeliefert wurde, ergab sich beim Wiegen, dass sie ebenso schwer war wie das ausgehändigte Gold und Silber zusammen.
Aber Hieron wurde hinterbracht, der Meister habe einen Teil des Goldes veruntreut und ihn durch Silber ersetzt, worauf er Archimedes rufen ließ und ihn bat, zu bestimmen, wieviel Gold und wieviel Silber die vom Meister gefertigte Krone enthält.
Archimedes löste die Aufgabe davon ausgehend, dass reines Gold in Wasser ein Zwanzigstel seines Gewichtes verliert, Silber dagegen ein Zehntel.
Wenn ihr eure Kräfte an einer entsprechenden Aufgabe erproben wollt, dann geht davon aus, dass dem Meister 8 kg Gold und 2 kg Silber ausgehändigt wurden, und als Archimedes die Krone unter Wasser wog, betrug ihr Gewicht nicht 10 kg, sondern 9 1/4 kg (9,25 kg).
Versucht mit diesen Angaben zu bestimmen, wieviel Gold der Meister veruntreute. Die Krone, das setzen wir voraus, war ganz und gar aus Metall und hatte keine Hohlräume.



