Bei einem Stammtischtreffen streiten sich drei 'Freunde' wie Kinder...
Jeder behauptet von sich, der Klügste zu sein. Für Erwachsene eine primitive, ja peinliche Situation, in der sich die drei mit Argumenten bedienen, die von der - uns Denksportfreunden so hilfreichen - Logik weit entfernt sind. Dem Wirt wird es zuviel. Er unterbricht den Streit und bietet sich als unbeteiligter Schiedsrichter an.
Er macht einen Vorschlag, dem die drei 'Freunde' zustimmen:
Er werde jedem von den dreien unter vier Augen (er und je einer von den drei Freunden) im spiegellosen Clubraum nebenan einen weißen oder einen schwarzen Punkt auf die Stirn malen.
Danach werden sich die drei gleichzeitig wieder zum Stammtisch begeben, wo jeder, der mindestens einen schwarzen Punkt erblickt, eine Hand zu erheben habe.
Wer danach zuerst erschließen könne, was für ein Punkt seine Stirn ziert, der sei der Klügste.
Gesagt und getan...
Als die drei den ebenfalls spiegellosen Gastraum wieder betreten, erheben sie alle sofort die Hand, weil sie - alle einen schwarzen Punkt auf der Stirn tragen.
Da jeder aber dieses von sich selbst nicht weiß, machen sie längere Zeit hindurch mehr oder minder grübelnde Gesichter,
bis einer von ihnen meint:
'Wenn ihr nicht beide hoffnungslos dumm seid, kann ich nur einen schwarzen Punkt auf der Stirn haben.'
Was hat er gedacht? Wie kommt er zu diesem Satz, der im Prinzip beinhaltet, dass Klugheit keine meßbare Größe ist ?



