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Das, worüber weiter berichtet wird, hat sich bekanntlich im alten Griechenland zugetragen. Der Sophist Protagoras, Lehrer der Weisheit,...
nahm sich eines jungen Schülers an, um ihn in allen Feinheiten der Advokatenkunst zu unterweisen.
Zwischen dem Lehrer und dem Schüler war eine Vereinbarung getroffen worden, wonach der Schüler sich verpflichtete, seinem Lehrer sofort nach seinen ersten Erfolgen, d. h. nach seinem ersten gewonnenen Prozeß, das Honorar für die Unterweisung zu zahlen.
Der Schüler hatte bereits den gesamten Ausbidungskurs absolviert, und Protagoras erwartete die Bezahlung. Doch der Schüler machte keine Anstalten, im Gericht aufzutreten. Was tun?
Der Lehrer klagte vor Gericht gegen ihn, um die Schulden seines Schülers einzufordern.
Er dachte sich das so:
Gewinnt der Kläger den Prozeß, muss das Geld auf Grund der Gerichtsentscheidung gezahlt werden; verliert der Kläger den Prozeß und gewinnt demzufolge der Angeklagte, so muss der Schüler dennoch zahlen, nämlich auf Grund der Vereinbarung, nach dem ersten von ihm gewonnenen Prozeß das Honorar zu erstatten.
Der Schüler betrachtete die Klage Protagoras als völlig aussichtslos. Er hatte, wie wir sehen, tatsächlich bei seinem Lehrer etwas gelernt und dachte so:
Verurteilt man ihn zur Zahlung, braucht er gemäß der Vereinbarung nichts zu zahlen, denn er hat ja dann seinen ersten Prozeß verloren. Wenn zugunsten des Angeklagten entschieden wird, dann braucht er - auf Grund des Gerichtsentscheids nichts zu zahlen.
Der Gerichtstag kam heran. Der Richter war in großen Schwierigkeiten. Jedoch nach reiflicher Überlegung fand er einen Ausweg und verkündete eine Entscheidung, welche die Bedingungen der Absprache zwischen Lehrer und Schüler nicht verletzte und dem Lehrer die Möglichkeit gab, sein Honorar zu erhalten.
Wie lautete das Urteil des Richters?
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